Freitag, 24. April 2026

28. Spanien

 

 REISE NOCH IM GANGE


Dienstag (nach Ostern) 07.04.2026 
Nachdem ich bei 62.557 km (fast) vollgetankt habe, gelingt es uns, daß wir um 10:55 h unsere Reise mit einen Kilometer mehr am Tacho starten. 
Es geht über die Autobahn nach Udine und weiter über Verona. Bis Verona waren fast keine Lkws wahrzunehmen. Vielleicht gilt in Italien unmittelbar nach Ostern ein verlängertes Fahrverbot für sie. Danach sind sie zahlreich wie üblich und wir kämpfen uns voran, bis wir um 16:40 h mit 63.001 km den Stellplatz erreichen, den ich ausgesucht habe. Das eingezäunte Gelände eines Wohnmobilhändlers oder so ähnlich, auf alle Fälle Firmengelände. € 20,-- inklusive Stromanschluß. Ein Ristorante gleich nebenan. Tor mit Code. 
Nach der Abendpizza machen wir einen Spaziergang ins Dorf San Gervasio Bresciano. Wie ausgestorben. Die einzigen Menschen, die man auf der Straße sieht, sind Neger, davon gibt’s aber einige. 


Mittwoch 08.04.2026 
Nach ausgezeichnetem Schlaf brechen wir um 09:20 h auf. Bei einer automatischen Eni-Tankstelle am Ortsrand von Cremona tanke ich bei 63.025 km 48,1 l Diesel um € 100,--, mehr gibt der Automat nicht her. Wieder ist der Tank fast voll. Um 10:45 h erreichen wir die gesuchte Werkstätte „autofficinamax“, die Klimaanlagenservice ohne Terminvereinbarung anbietet. Leider verteilt sich die total in der Innenstadt gelegene Werkstatt auf drei Eingänge eines historischen Gebäudes und die Tore sind viel zu niedrig für das Wohnmobil. Der freundliche Mitarbeiter, der die ankommenden Kunden empfängt, rät uns, es bei „Norauto“ zu versuchen. Um 10:50h finden wir die nicht ganz einfach zu entdeckende Firma im Industriegebiet. Si, si, sie machen es. Una hora! Tatsächlich dauert die ganze Prozedur inklusive Zahlung im ufficio nur 10 Minuten länger. 

Um 12:00 h geht‘s weiter. Die Klimaanlage stellt wieder saukalte Luft zur Verfügung. Durch die Berge schlängeln wir uns ans Meer. 
Um 13:05 h überqueren wir bei 63.142 km den 45. Breitengrad, der wie beim kroatischen Senj mit einer großen Tafel markiert ist. 
Um 16:30 h erreichen wir mit 63.379 km das Camp Vallecrosia. Vor dem Abendessen geht sich noch ein Spaziergang nach Ventimiglia aus. 


Den nächsten Tag gönnen wir uns autofrei und spazieren am Vormittag nach Osten bis ins Zentrum von Vallecrosia, am Nachmittag nach Westen, wieder Ventimiglia. 


Interessant ist, daß der Name der Stadt überhaupt nichts mit zwanzig Meilen zu tun hat. Bei den Ligurern, einem Volk, das vor den Römern da war, hieß sie Albom Intemelion übersetzt Hauptstadt der Intemeli, eines ligurischen Stammes. In Latein wurde daraus Album Intimilium und im Laufe der Zeit durch Lautverschiebungen Albintimilium, Vintimilium, Vintimilia und schließlich Ventimiglia. 


Freitag, 10.04.2026. 
Nach Aufbruch um 10:15 h tanke ich wieder bei einer automatischen Eni wieder um € 100,-- wieder nicht voll, aber 46,97 l sind’s auch. Vorbei an Nizza und Cannes ist der Verkehr enorm, die vielen französischen Mautstellen nerven, vor allem, weil viele Durchfahrten mit einer Höhenbegrenzung von ca. 1,7 m ausgestattet sind und von den restlichen manche nur Fahrzeuge mit vorfinanziertem Telepass akzeptieren. Prompt erwische ich eine solche und muß dann reversieren und auch den spanischen Sattelschlepper hinter mir dazu zwingen. Nach Cannes wird der Verkehr aufgelockerter und auch die Häufigkeit der Mautstellen nimmt ab. Schließlich erreichen wir mit 63.602 km um 14:45 h den City Camping in Aix en Provence. 


Der Platz ist ganz nach unserem Geschmack. Viele Bäume, terrassenförmig einen Hang hinauf mit unregelmäßig abgegrenzten Parzellen. In nur wenigen hundert Metern Entfernung gibt’s eine Bushaltestelle, der Bus bringt uns bis an den Rand der Altstadt von Aix. 


Gleich geht’s den Boulevard du Roi Rene hinunter, auf dem sich ein Lokal neben das andere reiht. Die Gastgärten sind voll. Obwohl von den 170.000 Einwohnern 40.000 Studenten an der Universität von Aix sind, ist das Publikum der Gastgärten gut zur Hälfte aus Menschen unseres Alters bestehend. 


Genau am Rathausplatz beschließen wir, etwas zu trinken. Unter einem stattlichen Ahornbaum, dessen Wurzelstock auf Erdbodenniveau 2,3 m durchmisst, bekommen wir ein Bier und ein Cola um € 20,-- serviert. 


Ebenso stattliches Preisniveau! Dafür sind die Pizzen und Getränke beim food truck des Campingplatzes günstig.

Samstag 11.04.2026

Um 10:00 h brechen wir auf, bezahlt habe ich ja schon gestern.

Um 14:20 h und 63.938 km überfahren wir die Grenze nach Spanien!

In LLanca tanke ich das erste Mal auf dieser Reise voll. 78,38 l Diesel gehen in den Tank und kosten € 147,28. Es geht also doch anders als mit der sogenannten Spritpreisbremse unserer Idiotenregierung.

Um 15:40 h finden wir, nachdem wir ein bißchen herumgegurkt sind, den Campingplatz L’Arola in Port de la Selva. Der Tacho zeigt 63.995 km.


Die Zeit reicht noch für einen kurzen Spaziergang in den Ort und zurück. Das Abendessen wollen wir im Restaurant L’Encesa einnehmen, das uns ein Belgier empfohlen hat. Leider ist es komplett ausgebucht. Manana? Ebenfalls ausgebucht. Also kalte Küche im Wohnmobil, dann gehen wir schlafen.

Am nächsten Tag geht es wieder in den Ort, wir besichtigen die Kirche, die außen komplett alt aussieht, innen ist der nördliche Teil des Schiffes auch alt, der südliche mit dem Altar wurde aber höchst modern – auch vom Design her – renoviert. Große dunkle Gesteinsplatten an der Decke und sehr moderne Malereien und auch ein sehr modernes Kruzifix.

Wir machen noch eine Hafenrunde, kaufen beim Spar ein und dann geht es wieder zurück. Nach Verstauung der Einkäufe machen wir uns auf in die Gegenrichtung. Vorbei bei dem uns vorenthaltenen L’Encesa immer über den schön angelegten Weg auf den Klippen bis zum Leuchtturm beim Kap de s’Arenella un wieder zurück.

Für heute und die nächsten Tage ist starker Tramuntana vorhergesagt und es bläst auch schon recht frisch. Das freut zahlreiche Wind- und Kitesurfer, die mit hoher Geschwindigkeit in der Bucht hin und her sausen. 

Unsere Runden bringen uns auf 10.265 Schritte.

 


Montag 13.04.2026

Über Nacht hat der Tramuntana ordentlich zugelegt und bläst jetzt fast ständig mit mehr als 40 Knoten. Beim Weg zum Klo weht es mir zuerst den Hut davon und dann während der Verfolgungjagd auch einen Schlapfen. Beides kann ich wieder einfangen. Das Wohnmobil wird ganz schön hin und her gebeutelt. Als ich es zur Abfahrt bereitmache, stelle ich fest, daß ich vergessen habe, die Stützen herunterzulassen.

Um 10:00 h brechen wir auf. Auf der Straße beeinträchtigt uns der Tramuntana weit weniger als ich befürchtet habe und als wir Figueres erreichen hat er auch stark nachgelassen. Auf der Autobahn ist überhaupt nichts mehr von Seitenwind zu spüren und gegen Mittag erreichen wir Barcelona. Das Navi lotst uns gleich im Norden der Stadt von der Autobahn herunter und will dann offensichtlich eine westliche Umfahrungsstraße wählen, was aber nicht möglich ist, weil eine Zufahrt zu dieser von der Polizei abgesperrt ist. Also zwei Ehrenrunden, die uns immer zur selben nicht wählbaren Abzweigung bringen, bis ich mich entschließe, einfach geradeaus zu fahren, bis das Navi einen neuen Weg gefunden hat. So fahren wir mitten durch Barcelona durch. Der Verkehr ist zügig, aber stark, die Straße hat meist drei Spuren, aber die Fahrspuren sind so schmal, daß ich auf beiden Begrenzungslinien fahre.

Weil wir mitten durch die Stadt gefahren sind, ist es 14:15 h, als wir mit 64.189 km am Tacho im südlichen Vorort Casteldefels auf dem Hola-Campingplatz „3 Estrelles“ den Motor abstellen. Heute begnügen wir uns daher mit einem Strandspaziergang.

Am schnellsten schließt man Freundschaft mit Barcelona, wenn man vormittags in einem Cafe an der Rambla einen Carajillo trinkt. Für die Unwissenden unter meinen Lesern: Der Carajillo [sprich: Karahilljo] ist die spanische Version des italienischen Cafe corretto, ein Espresso mit einem Brandy drinnen. 


Dazu kommt man, wenn man einen Bus – in unserem Fall den L95 - nimmt, der einen direkt zur Plaza Catalunya bringt, bei der La Rambla ihren Anfang nimmt, und dann auf dieser Richtung Hafen wandert. 

Nach derartiger Stärkung und ausgiebiger Hafenrunde wandern wir zurück zur Plaza Catalunya, kaufen ein 48-Stunden-Ticket für den Hop on hop off-Bus und fahren gleich eine der beiden Runden ganz durch. Danach ist es so spät, daß wir zum Campingplatz zurückfahren und im dortigen Restaurant eine Paella mit Meeresfrüchten zu uns nehmen.

Wir haben gar nicht lange für einen Plan gebraucht, unsere Besichtigung Barcelonas effektiv zu gestalten. L95, dann Hop on hop off die andere Runde voll durch und am Ende bei Haltestelle zwei aussteigen, wo auch die erste Runde eine Haltestelle hat und wo man gleich zwei Häuser des Architekten Gaudi besichtigen kann, die Casa Batllo und die Casa Mila. 


Antoni Gaudi i Cornet war ein begnadeter Architekt. Nach der Fotosession schnell ein paar Tapas und eine Cerveza und dann mit dem Bus der ersten Runde eine Haltestelle weiter, wo sich ein ehemaliges Krankenhaus befindet, das Hospital de la Santa Creu i Sant Pau, dessen Architektur auch sehenswert ist. 

Vom Krankenhaus sind es nur ein paar hundert Meter bis zu Gaudis Lebenswerk, der Sagrada familia. 

Was für eine faszinierende Kirche. Leider sehen wir sie nur von außen. Um hineinzukommen braucht man ein Ticket, das ausschließlich online zu erwerben ist. 

Das Internet verkündet uns, daß der nächste freie Termin der 5. Mai wäre. So lange wollen wir – bei aller Liebe – nicht in Barcelona bleiben. 

Sogar für ein Ticket der teuersten Kategorie, mit Führung und Turmbesteigung müssten wir bis zum 27. April warten.

Von der Sagrada familia nehmen wir wieder den Bus der zweiten Runde zurück zur Plaza Catalunya und das wars schon wieder für heute.

Am Donnerstag verlassen wir den L95 schon etwas früher, bei der Plaza d’Espanya mit ihren Torres venecianes, die den Eingang zu einem Messegelände bilden. 

Auch das Las Arenas ist hier, eine ehemalige Stierkampfarena, in der heute ein Einkaufszentrum etabliert ist. 


Dann geht es über die breite Prachtstraße vorbei am Congresspalast hinauf zum Museu Nacional d’Art de Catalunya, dessen Höhe wir angenehm mit Rolltreppen erklimmen.

Von dort durch den Park zum Olympiagelände und dann schnell eine Haltestelle mit dem Bus der zweiten Runde. 

Im Cafe auf der Terraza Miramar kostet ein winziges Bier (etwas mehr als ein Pfiff) € 5,50. Gestärkt besteigen wir zu Evelyns großer Freude die Hafenseilbahn, die uns in 8 Minuten hinunter zum Hafen bringt. 

Eigentlich fährt die Seilbahn ausschließlich horizontal, aber die Endstation befindet sich in einem hohen Turm aus Eisengerüst. Von diesem Turm sind es zwei Kilometer zu Fuß bis zur Kolumbusstatue und dem daneben befindlichen Maritimen Museum, welches sich in den Gebäuden der ehemaligen königlichen Schiffswerft befindet. 

Das Museum ist sehr interessant, aber am Ende tun uns schon die Füße weh, sodaß wir froh sind, als wir wieder die Plaza Catalunya erreichen.

Auch wenn uns Barcelona überaus gut gefallen hat, sind drei Tage Stadtbesichtigung genug. Daher heute Ruhetag.





Samstag 18.04.2025

Um 10:20 h brechen wir auf.

Heute geht’s ins Ebrodelta und um ca. 13:00 h parken wir mit 64.373 km auf dem Campingplatz La Tancada.

Es gibt keinen Strom, aber für eine Nacht können wir das verschmerzen.

Nach mehreren Tagen Stadtbesichtigung ist die Ruhe in einem Naturschutzgebiet äußerst angenehm. Wir radeln die knappen vier Kilometer bis zum Strand und zurück und betrachten die zahlreichen Flamingos.

Weil das Restaurant zu Mittag zum Zerbersten voll war, habe ich für das Abendessen einen Tisch reserviert, was nicht notwendig gewesen wäre.

Sonntag 19.04.2026

Nach ausgezeichnetem Schlaf stehe ich relativ früh auf und stelle fest, das dichter Nebel über dem Delta liegt. Allerdings kann man mit einem Blick nach oben blauen Himmel durchschimmern sehen. Um 09:25 h brechen wir auf. Bei 64.447 km tanke ich 35,26 l Diesel um € 64,70. Eigentlich wollte ich zu einer im Camperguide empfohlenen Weinbäuerin, aber das Navi, das ich mit den Koordinaten gefüttert habe, will komplett in der Pampa nach rechts in eine Schlucht abbiegen. Auch mit der Leitung zu unserem Tagesziel, dem Stellplatz in Villafames kann nicht alles in Ordnung sein. 

Ich programmiere daher neu durch Eingabe der Adresse und jetzt funktioniert’s. Als wir um 12:15 h mit 64.501 km den Greenwich-Meridian überfahren leuchtet mir die Ursache ein. Ich habe bei der Koordinateneingabe nicht berücksichtigt, daß sowohl Weinbäuerin, als auch Stellplatz westlich von Greenwich liegen! Um 12:30 h parken wir mit 64.507 km am ziemlich neuen und sehr gepflegten Camperstop Villafames.

Das Dorf (Stadt kann man die Siedlung mit weniger als 2.000 Einwohnern wohl nicht nennen) ist teilweise in einen Canyon gezwängt, teilweise an Felswände gepickt und wird von einer Festung überragt. 

Im spanischen Bürgerkrieg wurde es aber als strategisch bedeutsam beurteilt. Der Ausblick von der Festung geht weit ins Land hinein. 

Unter der Festung liegt auf steil abschüssigem Gelände ein riesiger Felsbrocken, der Roca Grossa. Über zweitausend Tonnen schwer, über achthundert Kubikmeter Volumen. Der meistfotographierte Stein Spaniens. Angeblich soll er auch Wünsche erfüllen. 

Unser Marsch zur Festung und zurück bringt uns 6.526 Schritte.

 

Montag 20.04.2026

Martin Gajsek zum Geburtstag gratuliert, Žana Jerković per Whatsapp ersucht, am Grab ihres Vaters, meines Freundes Slavko eine Kerze anzuzünden, weil auch er heute Geburtstag hatte. Schon gestern habe ich per Email bei dem empfohlenen Camperstop einen Stellplatz reserviert. In der Bestätigung wurde darauf hingewiesen, daß erst nach 12:30 h eingecheckt werden kann. Wir lassen uns daher Zeit, brechen erst um 11:20 h auf und genau um 12:30 h checken wir mit 64.598 km beim „Nomadic Experience“ in Albalat des Sorelles, einem Vorort von Valencia, ein. 

Nur wenige Minuten entfernt ist eine Metrostation. Gottseidank ist uns eine Einheimische mit der Bedienung des Fahrkartenautomaten behilflich, alleine wären wir wahrscheinlich gescheitert. Ungefähr eine halbe Stunde dauert die Fahrt bis ins Zentrum und bei der Haltestelle Xativa steigen wir aus den Tiefen empor, um sogleich der schönen Gebäude des Estacion del Nord und der Stierkampfarena ansichtig zu werden.

Die Arena ist hier – im Gegensatz zu Barcelona – noch für den ursprünglichen Zweck in Verwendung. Nur etwas über 200 m nördlich erreichen wir die Plaza del Ajuntament, den Rathausplatz. 

In der dort etablierten Touristinfo können wir auch gleich Tickets für den Hop on hop off-Bus erwerben. In keiner von uns bisher besuchten Stadt war es so schwer, die Haltestellen dieser Besichtigungsbusse zu finden. Wir setzen auf die schon bewährte Methode, sofort eine ganze Runde durch, um morgen dann für uns interessante Details näher zu besichtigen.

Nach der ausgedehnten Busfahrt ist es eh schon wieder Zeit, die Metro zurück zum Wohnmobil zu nehmen.

Altbekannte Vorgangsweise. Zu Fuß zur Metro, mit dieser zur Xativa. Dort wollen wir die Stierkampfarena besichtigen, aber das geht nur von außen. Also Marsch zur Haltestelle des Hop on-hop off-Busses. Inzwischen wissen wir ja, wo die liegt. Mit dem Bus dann zur Oper, die ein sehr modernes Gebäude ist, das ein wenig der Oper von Sydney ähnelt.

Valencia ist eine Stadt am Fluß ohne Wasser. Es gab einmal einen Fluß, die Turia. Dieser führte manchmal Hochwasser, das die Stadt verheerte. Nachdem ein Hochwasser im Jahr 1957 so schwer war, daß mehrere Tote und noch mehr vernichtete Existenzen zu beklagen waren, beschloß man, den Fluß umzuleiten und im Süden der Stadt vorbeizuführen. Das ehemalige Flußbett ist heute ein 9 km langer Park. 



Diesen Park spazieren wir hinauf. 


Nach einer Weile verlassen wir das Flußbett um was zu trinken. Danach bleiben wir auf der Straße und gehen noch ein paar Meter bis zur nächsten Bushaltestelle beim Militärmuseum. 

Von dort fahren wir eine Station weiter und schon sind wir bei einer alten Brücke, die uns zu den Torres de Serrano bringt, zwei mächtigen Türmen, die ein Stadttor umrahmen. 

Es geht durch die schmalen Gassen der Altstadt zur Kathedrale, zum schmälsten Haus Spaniens und schließlich zur Markthalle. 

Dann haben wir wieder genug von Stadtbesichtigung, trinken eine Cerveza und marschieren zurück zur Metro.

 

Mittwoch 22.04.2026

Aufbruch ist um 10:55 h.

Nach der geballten Stadtbesichtigung von Barcelona und Valencia hab ich einen Platz abseits größerer Siedlungen ausgesucht, den Camping Playa Paraiso bei Vilajoyosa. Dort treffen wir um 13:30 h mit 64.772 km ein. Der Rezeptionist ist sehr freundlich und wir können aus mehreren möglichen Stellplätzen aussuchen. Ich teile ihm mit, daß wir gedenken, drei Nächte zu bleiben. 

Einen richtigen Strand gibt’s zwar nicht, aber dafür ist es herrlich ruhig. Ein Supermarkt ist nur wenige hundert Meter entfernt und so kaufen wir fertig abgemachte faschierte Laibchen und Gemüse. Am Abend wird gegrillt.

 

Donnerstag wollten wir gleich in der Früh den beim Camp gelegenen Hügel erklimmen und das dort befindliche Heiligtum besichtigen, aber bis Evelyn mit der Wäsche fertig ist, haben wir bereits Mittag. Macht auch nichts. Um diese Jahreszeit kann man auch Bergetappen schaffen. 

Im Sommer würde ich nicht hinaufklettern wollen. Weil das Heiligtum, dessen genauere Widmung uns verborgen blieb, auch sonst nichts besonderes darstellt, geht es gleich wieder hinunter zur Straße und dann Richtung Vilajoyosa. 

Sobald es möglich ist, am Strand entlang. Die Strandpromenade ist von bunten alten Häusern gesäumt. Die Wohnblöcke der Neustadt sind häßlich.